Kurz gesagt
- Ja, Mikrozement hält auf Fliesen – wenn sie fest sitzen, sauber und fettfrei sind.
- Der Aufbau: Haftgrundierung → Armierungsmörtel → Haftgrundierung → zwei Lagen Mikrozement → Porenfüller → Versiegelung. Mikrozement selbst ist unter 2 mm dünn, auf Fliesen wird der Aufbau je nach Schichtzahl etwas dicker als 2 mm.
- Hohle Fliesen, Risse und Feuchtigkeit müssen vorher behoben werden.
- In der Dusche gehört eine Abdichtung nach DIN 18534 darunter – die Versiegelung allein reicht dort nicht.
- Material selbst verarbeitet: auf Fliesen rund 55–60 € pro m².
Geht Mikrozement auf Fliesen überhaupt?
Ja. Mikrozement ist eine dünne, zementgebundene Spachtelbeschichtung, die auf fast jedem festen Untergrund haftet – auch auf glasierten Fliesen. Genau deshalb ist er bei Badsanierungen so gefragt: Die alten Fliesen bleiben als tragender Untergrund an der Wand, und du trägst nur wenige Millimeter auf.
Das hat handfeste Vorteile:
- Kein Abriss: kein Stemmen, kein Staub durchs ganze Haus, kein Container.
- Kaum Aufbauhöhe: Mikrozement ist unter 2 mm dünn. Auch mit Grundierung und Armierungsmörtel bleibt der Aufbau auf Fliesen bei wenigen Millimetern – du musst in der Regel weder Türen kürzen noch Armaturen, Steckdosen oder Anschlüsse versetzen.
- Fugenlos: Wo vorher hunderte Fugen Schmutz und Schimmel gesammelt haben, ist danach eine durchgehende Fläche.
- Schneller: Ein Bad ist nach wenigen Arbeitstagen fertig statt nach Wochen.
Die Grenze ist ebenso klar: Mikrozement ist so gut wie der Untergrund darunter. betonPure Mikrozement baut zwar keine Spannungen auf und nimmt bauübliche Spannungen auf – einen Riss oder eine Bewegung im Untergrund kann er aber genauso wenig überbrücken wie eine Fliese. Sitzt eine Fliese lose, zeichnet sich das früher oder später auch in der Beschichtung darüber ab. Deshalb ist die Prüfung im nächsten Schritt der wichtigste Teil der ganzen Arbeit.
Schritt 1: Den Fliesenuntergrund prüfen
Nimm dir für diese Prüfung eine halbe Stunde Zeit. Alles, was du hier findest, lässt sich jetzt leicht beheben. Hinterher unter dem Mikrozement geht das nicht mehr.
Die Klopfprobe: sitzen alle Fliesen fest?
Klopfe jede Fliese mit dem Griff eines Schraubendrehers oder einem kleinen Hammer ab. Ein heller, satter Klang heißt: Die Fliese liegt vollflächig im Kleber. Ein hohler, klappernder Klang heißt: Dahinter ist ein Hohlraum.
- Einzelne hohle Fliesen entfernst du und klebst sie wieder ein, oder du füllst die Stelle bündig mit Armierungsmörtel von Beton Vivet auf.
- Viele hohle Fliesen oder ganze Bereiche, die klappern, sind ein Warnsignal. Dann trägt der Untergrund nicht, und Mikrozement ist dort keine gute Lösung, bevor die Fläche saniert ist. Du solltest die Fliesen entfernen und die Fläche glatt abspachteln. Zum Glätten von Wänden und Böden verwendest du Armierungsmörtel von Beton Vivet, am Boden funktioniert auch eine faservergütete, selbstfließende Ausgleichsmasse wie PCI Periplan Extra.
Checkliste Untergrund
- Alle Fliesen sitzen fest (Klopfprobe bestanden).
- Keine Risse, die durch mehrere Fliesen oder Fugen laufen – das deutet auf Bewegung im Untergrund hin.
- Der Untergrund ist trocken. Keine feuchten Stellen, keine aufsteigende Feuchte, kein Schimmel hinter den Fliesen.
- Die Fläche ist eben. Einzelne Kanten, die mehr als ein bis zwei Millimeter überstehen, schleifst oder spachtelst du vorher aus.
- Die Fugen sind intakt. Ausgebrochene oder sehr tiefe Fugen füllst du vorab.
Riss durch mehrere Fliesen? Das ist fast nie ein Fliesenproblem, sondern ein Untergrundproblem – etwa ein gerissener Estrich oder eine arbeitende Wand. Mikrozement würde den Riss nachzeichnen – genau wie eine neue Fliese. Klär die Ursache, bevor du beschichtest. Risse im Estrich werden vorher aufgeschnitten, geklammert und verharzt; wie das geht, steht im Ratgeber Risse im Mikrozement.
Schritt 2: Fliesen reinigen und vorbereiten
Haftung entsteht nur auf einer sauberen Fläche. Im Bad ist die unsichtbare Schicht aus Seifenresten, Kalk und Hautfett der häufigste Grund, warum eine Beschichtung später nicht hält.
- Silikon entfernen: Schneide alle Silikonfugen komplett heraus und entferne Reste gründlich. Auf Silikon haftet nichts – auch keine Grundierung.
- Gründlich reinigen: Fliesen und Fugen mit einem kräftigen Grundreiniger schrubben, bei Kalk mit einem Kalklöser. Danach mit klarem Wasser nachwischen, damit keine Reinigerreste auf der Fläche bleiben.
- Trocknen lassen: Die Fläche muss vollständig trocken sein, bevor die Grundierung kommt – besonders die Fugen, die Wasser aufnehmen.
- Fugen und Kanten ausgleichen: Tiefe Fugen, abgeplatzte Ecken und Löcher von alten Dübeln bündig füllen.
- Abkleben: Armaturen, Wanne, Duschtasse, Fensterbank und angrenzende Wände sauber abkleben und abdecken.
Übergänge zu anderen Materialien
Oft sind nur die unteren Wandhälften gefliest, darüber ist Putz. Wo zwei unterschiedliche Materialien aneinanderstoßen, arbeiten sie bei Temperatur- und Feuchtewechsel unterschiedlich. An solchen Übergängen – und auf Holz oder Plattenwerkstoffen – bettest du Armierungsgewebe in Armierungsmörtel ein. Das verhindert, dass sich die Kante später als feiner Riss abzeichnet (mehr dazu im Ratgeber Risse im Mikrozement). Die Fliesenkante selbst gleichst du dabei gleich mit aus, damit die Fläche eben durchläuft.
Schritt 3: Die richtige Grundierung für Fliesen
Fliesen sind glatt und nehmen kein Wasser auf. Ein normaler Tiefengrund, wie du ihn von Putz kennst, würde hier nichts bewirken: Er soll ja in den Untergrund einziehen, und das kann er auf Glasur nicht.
Auf Fliesen brauchst du deshalb eine quarzhaltige Haftgrundierung. Sie enthält feine Quarzkörnung und hinterlässt nach dem Trocknen eine griffige, leicht raue Oberfläche – vergleichbar mit feinem Schleifpapier. Darin kann sich der Mikrozement mechanisch verkrallen.
Vor dem Grundieren: Bei besonders glatten oder antihaftbeschichteten Fliesen kann es erforderlich sein, die Fliesen anzuschleifen – zum Beispiel mit einem Diamantpad der Körnung 120 –, damit die Grundierung richtig haften kann. Bist du unsicher, legst du vorher eine Testfläche an.
- Grundierung vor dem Auftragen gut aufrühren, damit sich der Quarz nicht am Boden absetzt.
- Gleichmäßig und deckend mit Rolle oder Pinsel auftragen, auch in die Fugen.
- Vollständig durchtrocknen lassen, bevor der Armierungsmörtel kommt.
Die Spezial-Haftgrundierung für betonPure Mikrozement eignet sich für saugende und nicht saugende Untergründe – also für glatte Fliesen genauso wie für Putz, Gipskarton, Holz oder Estrich. Praktisch, wenn an Übergängen mehrere Materialien zusammenkommen. Ein Liter reicht für etwa 8–10 m².
Schritt 4: Mit Armierungsmörtel abspachteln und erneut grundieren
Fliesen haben ein Fugenraster, Mischuntergründe verschiedene Materialien nebeneinander. Spachtelst du Mikrozement direkt darauf, scheinen die Fugen später oft als feine Linien durch die Oberfläche – der sogenannte Ghost-Effekt. Um ihn zu überdecken, können dann drei bis vier Lagen Mikrozement erforderlich sein.
Wir empfehlen deshalb bei Fliesen und anderen Mischuntergründen einen Zwischenschritt:
- Grundieren wie in Schritt 3 beschrieben und trocknen lassen.
- Einmal vollflächig mit Armierungsmörtel abspachteln. Fugen und Fliesenkanten verschwinden unter einer gleichmäßigen, mineralischen Schicht. An Übergängen zwischen verschiedenen Materialien bettest du dabei gleich das Armierungsgewebe mit ein.
- Nach dem Trocknen erneut grundieren – wieder mit der Spezial-Haftgrundierung.
Danach reichen die üblichen zwei Lagen Mikrozement, und vom Fugenraster ist nichts mehr zu sehen. Der faservergütete Armierungsmörtel von Beton Vivet ist genau dafür gemacht; ein 20-kg-Sack reicht für etwa 10 m².
Schritt 5: Mikrozement in zwei Lagen auftragen
Jetzt kommt der Teil, der die Optik bestimmt. Mikrozement wird mit einer Edelstahlkelle (Traufel) in zwei dünnen Lagen aufgezogen.
-
Erste Lage: füllen und schließen
Die erste Lage kommt auf die grundierte Armierungsschicht und bildet die Basis. Ziehe das Material dünn und gleichmäßig auf. Hier geht es noch nicht um Schönheit, sondern um eine geschlossene, ebene Fläche.
-
Zweite Lage: die sichtbare Oberfläche
Der richtige Zeitpunkt: Trage die zweite Lage auf, solange die erste noch feucht ist, aber nicht mehr klebt. So verbinden sich beide Lagen, du sparst dir den Zwischenschliff, und die Oberfläche wird glatter. Das gilt für betonPure Mikrozement und betonPure 2K gleichermaßen.
Die zweite Lage gibt Farbe und Struktur. Mit kurzen, bogenförmigen Bewegungen entsteht die typische lebendige Wolkenoptik. Je mehr du die Fläche beim Anziehen verdichtest und glättest, desto ruhiger und feiner wird sie. Arbeite eine Wand möglichst in einem Zug durch, damit keine Ansätze sichtbar werden.
Warum verarbeitungsfertig den Unterschied macht
Viele Mikrozement-Systeme bestehen aus einem Pulver und einem Harz, die du selbst anmischst. Dabei entstehen die typischen Fehler: falsches Mischverhältnis, Klümpchen, schwankende Konsistenz von Eimer zu Eimer und eine begrenzte Zeit, in der du das angemischte Material verarbeiten musst.
betonPure Mikrozement kommt dagegen fertig angemischt und fertig eingefärbt im Eimer. Öffnen, kurz aufrühren, spachteln. Jede Portion hat dieselbe Konsistenz und denselben Farbton, und du kannst jederzeit eine Pause machen. Für Heimwerker ist das der größte Schritt vom „traue ich mich nicht“ zum fertigen Bad.
Tipps für eine schöne Oberfläche
- Lieber dünn als dick. Zu dicke Lagen trocknen ungleichmäßig und die Druckfestigkeit nimmt ab.
- Raumklima beachten: Optimal sind etwa 20 °C. Kälte und hohe Luftfeuchtigkeit verlängern jede Trocknungszeit. Keine Zugluft, keine Heizung direkt auf die frische Fläche.
- Diagonal spachteln: Die Fläche am besten diagonal spachteln und dabei immer wieder am Ansatz entlang arbeiten – so entstehen keine sichtbaren Ansätze.
- Vorher üben: Ein Stück Gipskarton oder eine Restfliese im Keller ist die beste Investition in dein Ergebnis.
Schritt 6: Porenfüller und Versiegelung
Unversiegelter Mikrozement ist mineralisch und offenporig – er würde Wasser, Fett und Schmutz aufnehmen. Erst die Versiegelung macht ihn wasserfest und pflegeleicht. Bei betonPure Mikrozement passiert das in zwei Schritten:
- Porenfüller: wird mit einem Gummibrett aufgezogen und verschließt die offenen Poren. Er sorgt dafür, dass die Versiegelung danach gleichmäßig verläuft. Trocknungszeit mindestens 2 Stunden bei 20 °C.
- Mattsiegel (Sinolan Aquatec): eine wasserbasierte, geruchsarme 2K-PU-Versiegelung. Beide Komponenten mischen und einschichtig mit einer Schaumwalze im Kreuzgang auftragen.
| Nach der Versiegelung | Zeit (bei ca. 20 °C) |
|---|---|
| Boden vorsichtig begehbar | ca. 6 Stunden |
| Wasserbeständig (Duschen erlaubt) | nach 24 Stunden |
| Voll belastbar (Möbel, Reinigungsmittel) | frühestens nach 7 Tagen |
Zum Schluss ziehst du an allen Anschlüssen – Wanne, Duschtasse, Waschtisch, Boden-Wand-Übergang in der Dusche – neue Silikonfugen. Das sind Wartungsfugen: Sie fangen Bewegung zwischen Bauteilen auf und werden wie bei Fliesen alle paar Jahre erneuert.
Richtig pflegen
Für die tägliche Reinigung nimmst du am besten die Wischpflege für betonPure Mikrozement – ein Pflegekonzentrat speziell für versiegelte Mikrozement-Oberflächen. Etwa 60 ml auf 5 Liter warmes Wasser reichen. Alternativ eignet sich ein neutraler Reiniger, Kalk entfernst du mit einem Essigreiniger. Scheuermittel sind tabu. Bei sehr starker Nutzung lässt sich die Versiegelung nach Jahren auffrischen. Alles zur Pflege steht im Ratgeber Mikrozement reinigen.
Mikrozement auf Fliesen im Bad und in der Dusche
Für die bodengleiche Dusche gibt es einen eigenen, ausführlichen Ratgeber: Mikrozement-Dusche: bodengleich und fugenlos. Hier das Wichtigste:
Das Bad ist der häufigste Einsatzort, und hier lohnt sich ein genauer Blick. Denn es gibt einen Unterschied zwischen wasserfest und abgedichtet.
- Wasserfest ist die Oberfläche: Die Versiegelung lässt kein Wasser in den Mikrozement. Für Wände außerhalb der Dusche, den Waschtischbereich oder den Badboden reicht das.
- Abgedichtet muss der Untergrund dort sein, wo regelmäßig Wasser steht oder läuft: Duschwände und Duschboden. Das regelt in Deutschland die DIN 18534 – sie gilt für Fliesen genauso wie für Mikrozement.
Das Problem bei alten Fliesen: Du weißt meist nicht, ob darunter eine Abdichtung liegt. In älteren Bädern fehlt sie oft ganz. Deshalb gilt im Duschbereich: Abdichtung auf die grundierten Fliesen, dann Mikrozement.
- Dichtband in alle Innen- und Außenecken sowie an den Übergang Wand–Boden einbetten.
- Dichtmanschetten an jeder Rohrdurchführung (Armatur, Brausekopf) setzen.
- Zementäre Dichtschlämme in zwei Arbeitsgängen flächig auftragen. Die Aqua-Protect Dichtschlämme ist für die Wassereinwirkungsklassen W0-I bis W3-I nach DIN 18534-3 geeignet.
- Nach dem Abbinden folgen Mikrozement, Porenfüller und Versiegelung wie oben beschrieben.
Bodengleiche Dusche? Mikrozement übernimmt das vorhandene Gefälle, er schafft keins. Läuft das Wasser auf deinen alten Fliesen heute schon sauber zum Ablauf, tut es das auch danach. Wenn nicht, muss das Gefälle vorher korrigiert werden.
Mikrozement auf Bodenfliesen
Auf dem Boden gelten dieselben Schritte wie an der Wand – mit zwei Unterschieden. Erstens ist die Klopfprobe hier noch wichtiger: Eine hohle Bodenfliese wird bei jedem Schritt belastet. Zweitens brauchst du Geduld nach dem Versiegeln. Nach etwa 6 Stunden kannst du vorsichtig auf Socken über die Fläche gehen. Möbel, Teppiche und volle Belastung erst nach frühestens 7 Tagen.
Ein Vorteil der geringen Aufbauhöhe zeigt sich gerade am Boden: Übergänge zu Nachbarräumen bleiben praktisch auf einer Ebene, Türen passen in aller Regel weiterhin.
Zeitplan: Wie lange dauert Mikrozement auf Fliesen?
Die reine Arbeitszeit ist überschaubar. Was Zeit kostet, ist das Trocknen zwischen den Schichten. Ein realistischer Ablauf für ein Bad mit gefliesten Wänden:
| Tag | Arbeitsschritt |
|---|---|
| Tag 1 | Fliesen prüfen, Silikon entfernen, reinigen, trocknen lassen, Fehlstellen füllen |
| Tag 2 | Haftgrundierung auftragen, nach dem Trocknen mit Armierungsmörtel abspachteln |
| Tag 3 | Erneut grundieren, gegebenenfalls Abdichtung im Duschbereich |
| Tag 4 | Erste Lage Mikrozement, zweite Lage direkt hinterher, sobald die erste nicht mehr klebt |
| Tag 5 | Porenfüller, dann Versiegelung |
| Tag 6 | Silikonfugen ziehen – ab jetzt ist die Dusche wieder nutzbar |
Bei kleinen Flächen ohne Abdichtung lassen sich Schritte zusammenlegen. Die Trocknungszeiten deines Materials stehen in der Verarbeitungsanleitung – und sie verlängern sich bei Kälte und hoher Luftfeuchtigkeit.
Material und Kosten: ein ehrliches Rechenbeispiel
Beispiel: 10 m² geflieste Badwände, selbst beschichtet, ohne Duschabdichtung. Preise aus dem Shop, Stand Oktober 2026:
| Position | Preis |
|---|---|
| 2 × betonPure Mikrozement Komplett-Set 5 m² (Mikrozement, Porenfüller, Mattsiegel) | 459,90 € |
| Mengenrabatt 1 % (ab 2 Sets) | −4,60 € |
| 2 × Spezial-Haftgrundierung 1 l (zweimal grundieren, je ca. 8–10 m²) | 59,90 € |
| 1 × Armierungsmörtel 20 kg (reicht für ca. 10 m²) | 54,90 € |
| Material gesamt (≈ 57 € pro m²) | 570,10 € |
Dazu kommen einmalig Werkzeuge. Das Werkzeug-Set mit Kelle, Glätter und allem Nötigen kostet 69,90 €. Für den Duschbereich rechnest du Dichtschlämme, Dichtband und Manschetten dazu. Ab mehreren Sets gibt es automatisch Mengenrabatt.
Mehr Beispiele, einen Kostenrechner für deine Fläche und alle Posten, die oft vergessen werden, findest du im Kostenratgeber.
Zum Vergleich: Ein Fachbetrieb berechnet für Mikrozement inklusive Arbeit meist 100–180 € pro m². Und ein klassisches Neufliesen mit Abriss liegt schnell in einer ähnlichen Größenordnung – plus Entsorgung und deutlich mehr Zeit.
Wie viel brauchst du?Im Shop berechnet der Bedarfsrechner Sets, Grundierung und Zubehör für deine Fläche.
Bedarf berechnenDie 8 häufigsten Fehler bei Mikrozement auf Fliesen
- Hohle Fliesen übersehen. Die Klopfprobe ausgelassen – und nach Monaten zeichnet sich ein Riss ab.
- Zu oberflächlich gereinigt. Seifen- und Kalkreste verhindern die Haftung, die Beschichtung löst sich.
- Silikonreste stehen gelassen. Auf Silikon haftet weder Grundierung noch Mikrozement.
- Falsche Grundierung. Tiefengrund statt quarzhaltiger Haftgrundierung – auf Glasur fehlt dann der Halt.
- Fliesen nicht abgespachtelt. Mikrozement direkt auf Fliesen – das Fugenraster scheint durch (Ghost-Effekt), und es braucht drei bis vier Lagen statt zwei.
- Zu dicke Lagen. Mehr Material heißt nicht mehr Haltbarkeit: Zu dicke Lagen trocknen ungleichmäßig, und die Druckfestigkeit nimmt ab.
- Abdichtung in der Dusche vergessen. Die Versiegelung schützt die Oberfläche, nicht die Wand dahinter.
- Zu früh belastet. Vor Ablauf von 24 Stunden geduscht oder vor 7 Tagen Möbel gerückt.
Selbst machen oder machen lassen?
Ehrlich gesagt: Beides hat seine Berechtigung.
Selbst machen lohnt sich besonders bei Wandflächen – Badwände, Fliesenspiegel in der Küche, eine Duschwand. Mit verarbeitungsfertigem Material, etwas Übung und Geduld beim Trocknen bekommen auch Heimwerker ein Ergebnis, auf das sie stolz sein können. Wer unsicher ist, beschichtet vorab ein Probestück: Das Probier-Set für ca. 1 m² ist genau dafür da. Noch mehr Sicherheit gibt dir eine DIY-Schulung bei Beton Vivet: Für 149 € lernst du die Verarbeitung direkt in der Praxis – und bestellst du später Material für über 2.000 €, bekommst du die Kursgebühr erstattet.
Machen lassen ist sinnvoll bei großen Bodenflächen, bei bodengleichen Duschen mit Abdichtung und wenn der Untergrund Probleme macht. Ein erfahrener Verarbeiter erkennt Risiken, die man als Laie leicht übersieht.
Häufige Fragen zu Mikrozement auf Fliesen
Sieht man die Fliesenfugen durch den Mikrozement?
Nicht, wenn du die Fliesen nach dem Grundieren einmal mit Armierungsmörtel abspachtelst und danach erneut grundierst. Ohne diesen Zwischenschritt können die Fugen als Raster durchscheinen (Ghost-Effekt) – dann sind oft drei bis vier Lagen Mikrozement nötig.
Muss ich die Fliesen vor dem Mikrozement abschleifen?
In der Regel nicht. Entscheidend sind eine gründliche Reinigung und eine quarzhaltige Haftgrundierung, die auf glatten, nicht saugenden Flächen eine griffige Oberfläche schafft. Bei besonders glatten oder antihaftbeschichteten Fliesen kann es aber nötig sein, sie vor dem Grundieren anzuschleifen, zum Beispiel mit einem Diamantpad der Körnung 120. Im Zweifel legst du vorher eine Testfläche an.
Wie lange dauert Mikrozement auf Fliesen?
Für eine Wand im Bad solltest du drei bis vier Arbeitstage einplanen, vor allem wegen der Trocknungszeiten zwischen den Schichten. Die Versiegelung ist nach etwa 24 Stunden wasserbeständig und nach frühestens 7 Tagen voll belastbar.
Kann ich Mikrozement auch auf Bodenfliesen auftragen?
Ja. Auf festen, ebenen Bodenfliesen funktioniert Mikrozement genauso wie an der Wand. Der Boden ist nach der Versiegelung nach etwa 6 Stunden vorsichtig begehbar; Möbel und volle Belastung erst nach frühestens 7 Tagen.
Ist Mikrozement auf Fliesen in der Dusche dicht?
Die Versiegelung macht die Oberfläche wasserfest, ersetzt aber keine Abdichtung. Im direkten Duschbereich gehört – wie bei Fliesen – eine Verbundabdichtung nach DIN 18534 unter den Mikrozement, inklusive Dichtband in Ecken und Manschetten an Rohrdurchführungen.
Bereit für dein fugenloses Bad?
Das betonPure Mikrozement Komplett-Set enthält verarbeitungsfertigen Mikrozement in deiner Farbe, Porenfüller und Versiegelung für 5 m². Grundierung, Armierungsmörtel und Werkzeug gibt es passend dazu.